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WPFDC in Österreich

Rückblick: So gut schmeckte Vielfalt: Kulturen bitten zu Tisch 2017

Am 18. Mai verwandelte sich der Wiener Sigmund Freud Park zum 10. Mail zum Schau- und Degustationsplatz für 5.000 dialogfreudige Genießer, Köche, Künstler und Diplomaten aus allen Ländern der Welt. Anlass war der UNESCO-Welttag für interkulturellen Dialog, Veranstalter die in Wien ansässige internationale NGO ,,World Public Forum – Dialogue of Civilizations“ und der Interkulturelle Verein „Kulturen bitten zu Tisch"



Mag.a D.Orlova und Frau M. Malyar, Bezirksvorsteherin des 9. Bezirks

Von süß-sauer bis feurig-scharf – aber immer gut
Momos aus Tibet, Sopska Salat aus Montenegro, Kaffee aus Eritrea, und Tarta de Camote aus Ecuador – insgesamt kochten 26 Weltregionen für Vielfalt und mehr menschliches Miteinander auf. Dem Ruf „Kulturen bitten zu Tisch“ folgten über 5.000 Besucher. Sie wühlten sich förmlich durch eine fröhlich-bunte Menschenmenge, kosteten an den 26 Ständen exotische Schmankerl und plauderten in bester Stimmung mit Menschen, deren Herkunft so mancher kaum auf der Landkarte lokalisieren kann.


Diplomatischer Dialog
Dialog auf höchster Ebene fand am steinernen PaN-Tisch im Rahmen eines hochkarätigen Botschafter-Dinners statt, bei dem Botschafter bzw. Gesandte aus Mazedonien, Nicaragua, Indonesien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina und Eritrea sowie Dr. Haydar Sari, Wien Kultur (MA 7), Präsident des Dachverbands PAN Univ. Prof. Dr. Hermann Mückler und Senator h.c. W. J. Gerbautz, Generalsekretär des Dachverbands PAN, gemeinsam die Speisen aller teilnehmenden Länder verkosteten.

Für Febrian Ruddyard, Gesandter , Stellvertreter des Missions Chef und Geschäftsträger a.i. der indonesischen Botschaft, stellt „Kulturen bitten zu Tisch“ eine Veranstaltung mit Vorbildfunktion dar: „Ich wünsche mir, dass diese Initiativen immer wieder stattfinden und möchte dem World Public Forum herzlich dazu gratulieren“. Es zeigt, dass die Menschen in Wien Brücken zu Menschen anderer Kulturen bauen können.


„Es ist wichtig für Kosovo, unser Essen und unsere Kultur, so wie die verschiedenen Esstraditionen, an Österreich und andere Nationen zu präsentieren,“ so Zana Rugova, Erste Botschaftssekretärin der Botschaft der Republik Kosovo.

Vasilka Poposka Trenevska, Botschafterin der Republik Mazedonien, und Selma Uzicanin, Gesandte – Botschaftsrätin der Botschaft von Bosnien und Herzegowina, freuten sich dass ihre Länder am Fest Teilnahmen. „Eine wunderbare Möglichkeit, unser Land vorzustellen. Alles Gute für die zukünftigen Veranstaltungen,“ so Poposka Trenevska.

Bosnia und Herzegowina – Selma Uzicanin, Gesandte – Botschaftsrätin: “Such a nice opportunity to have happy faces, friends, culture, meet new people, feel a positive emotion to see Bosnia-Herzigovina participate with food and cultural programme”.

Vielfalt ist Realität – es bleibt viel zu tun!
Auf den Punkt brachte es Dr. Haydar Sari, Beauftragter für Integration der Stadt Wien: „Dieses Fest ist ein Abbild der Gesellschaft, es zeigt unsere Welt in ihrer gesamten Vielfalt“. Für ihn ist es besonders wichtig, dass Menschen unterschiedlichster Nationen die Möglichkeit haben, ihre Kultur präsentierten zu können. „Sie sind stolz darauf, und sie bereichern unsere Gesellschaft“, so Sari.


Traditionen, die weltweit Freude verbreiten!
Dieses Jahr wurde unser Bühnenprogramm von Ritu-Prima Saha(15 J.) mit einem klassischen indischen Tanz und Liana ( 7 Jahre ) und Labiba (8 J. ) – mit einem bengalischen Tanz eröffnet. Ritu-Prima tanzte das 1.Mal mit 8 Jahren auf unserer Bühne und hat nun auch ihre eigenen Schülerinnen, mit 7 und 8 Jahren vorgestellt. Gefolgt von der Tanzgruppe „Gorkha Son“ mit einem traditionellen Tanz „Gorkha Paltan“ aus Nepal und der Kindertanzgruppe des makedonischen Folklorevereins KUD Makedonka.

Pavithra Fernando mit dem Kandian Dance und Claire Fernando (6J.,) zum 1. Mal in ihrem Leben mit einem Solotanz präsentierten Sri Lanka, die Kindertanzgruppe der Kulturgemeinschaft „Behar“ - Bosnien und Herzegowina. Theodoti Alexandrou sang dann griechische Klassiker zur Gitarre von Leonidas Velissaris. Rhythmen aus ihrem Heimatland Nicaragua präsentierten die Grupo Sacuanjoche, aus Indonesien die Tanzgruppe Shivanata – den balinesischen Tanz Tari Roro Ngigel (Tanz der Damen), aus Paraguay die Tanzgruppe Jeroky Paraguay. Karim Thiam, alias Mr. Ambassador, und Mame Birane Mboup aus Senegal, gaben zum Schluss Einblick in die musikalische Vielfalt von Westafrika.


Diana Orlova, Direktorin des World Public Forums – Dialogue of Civilizations, ist begeistert, dass das interkulturelle Fest auch im zehnten Jahr seines Bestehens erneut ein Erfolg auf allen Ebenen war: „Für viele der teilnehmenden Künstler und Köche ist es ermutigend, die Buntheit und Schönheit ihres Herkunftslandes präsentieren zu können und in ihrer kulturellen Identität anerkannt zu werden“. „Kulturen bitten zu Tisch“ ist ein perfektes Beispiel für gelebten Dialog. „Wenn man mit anderen Kulturen in Berührung kommt, wird man positiv überrascht sein und überwindet Angst und Vorurteile“.


Walter Schwimmer, Ex-Generalsekretär des Europarates und Ko-Vorsitzender des World Public Forums, ergänzt: „Ohne das Zutun der vielen Freundschaftsorganisationen, die ehrenamtlich kochen, singen, tanzen und musizieren, wäre dieses Fest für den Dialog nicht durchführbar. Es zeigt einmal mehr, dass ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen nicht nur möglich, sondern darüber hinaus auch bereichernd ist. Wir sind überzeugt davon, damit einen weiteren Baustein für unseren interkulturellen und interreligiösen Dialog als Basis für den Weltfrieden gesetzt zu haben!“

Genießen und unterstützen
Kulturen bitten zu Tisch hat darüber hinaus auch eine karitative Komponente. Der Reinerlös kommt sozialen Projekten der jeweiligen Länder zugute. Unterstützt werden beispielsweise das Projekt „Asela“ für Waisenkinder in Sri Lanka oder auch das Sozialprojekt "Casa Futuro", das junge, ledige Frauen in Nicaragua vor und nach der Geburt betreut.

Fotocredit: World Public Forum, Abdruck honorarfrei



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